Unser Beratungskonzept für Familien mit ADHS
Psychologische Begleitung für Familien mit ADHS – fundiert, alltagsnah und entlastend.
Der Familienalltag mit ADHS ist oft komplex, emotional fordernd und von wiederkehrenden Konflikten geprägt. AllyTime wurde entwickelt, um Familien in genau diesen Situationen psychologisch zu unterstützen – niedrigschwellig, fachlich fundiert und integriert in den Alltag.
Auf dieser Seite erklären wir, wie unser Beratungskonzept aufgebaut ist, auf welcher fachlichen Haltung es basiert und warum es Familien mit ADHS nachhaltig entlasten kann.
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Was genau ist das Angebot?
Psychologische Beratung im Alltag
Zeitversetzt über eine App (Text- und Sprachnachrichten)
Immer persönlicher Kontakt - kein Kontakt mit KI.
Ergänzend zu Psychotherapie oder während Wartezeit.
Für wen ist das Angebot?
Eltern mit ADHS
Eltern von Kindern mit ADHS
Nicht für Kinder/Jugendliche
Keine Diagnose notwendig
Wer führt die Beratung durch?
Psycholog:innen in Ausbildung/Weiterbildung zu Psychotherapeut:innen
Fachliche Qualität
Supervision und interne Fortbildungen durch approbierten Psychotherapeuten mit ADHS-Expertise.
Inhalt:
Worum es bei AllyTime wirklich geht
Für wen AllyTime gedacht ist – und für wen nicht
Emotionale Akzeptanz als Grundlage für Veränderung
Situationsanalysen im Familienalltag
Beziehungsorientiertes Kontingenzmanagement
Warum asynchrone Begleitung gerade bei ADHS sinnvoll ist
„Wir unterstützen Familien mit ADHS dort, wo die Herausforderungen entstehen: im Alltag.”
Dr. Barnabas Ohst
Psychotherapeut, Supervisor und Dozent Experte für Neurodiversität & ADHS
Worum es bei AllyTime wirklich geht
AllyTime ist kein Therapieangebot und ersetzt keine Psychotherapie. Unser Ziel ist es, Eltern von Kindern mit ADHS und Eltern, die selbst ADHS haben, dabei zu unterstützen, belastende Alltagssituationen besser zu verstehen und neue Wege im Umgang damit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht nicht die Behandlung von ADHS, sondern die Entlastung des Familiensystems. Eltern sollen sich in ihrem Erleben gesehen fühlen und gleichzeitig dabei begleitet werden, familiäre Dynamiken nachhaltig zu verändern.
Für wen AllyTime gedacht ist – und für wen nicht
Geeignet für:
Eltern von Kindern mit ADHS – mit oder ohne formale Diagnose
Eltern mit ADHS
Familien mit häufigen Konflikten, emotionaler Überforderung oder Erschöpfung
Eltern, die verstehen möchten, warum Situationen eskalieren
Familien, die alltagsnahe, kontinuierliche Unterstützung suchen
Nicht geeignet für:
Akute Krisen oder Notfallsituationen
Schwere psychiatrische Erkrankungen
Als Ersatz für eine notwendige Psychotherapie
Entlastung durch Verstehen
Verhalten entsteht nie isoliert. Es ist eingebettet in emotionale Zustände, Überforderung, Bedürfnisse und Beziehungsmuster. Gerade im Familienalltag mit ADHS greifen diese Faktoren oft ineinander und verstärken sich gegenseitig.
AllyTime setzt genau hier an: Nicht mit schnellen Tipps oder pauschalen Lösungen, sondern mit einem gemeinsamen Verstehen der Situationen, in denen es schwierig wird. Dadurch werden Veränderungen möglich, ohne dass es zu Schuldzuweisungen oder Druck kommt.
Unsere fachliche Haltung
Die psychologische Begleitung bei AllyTime basiert auf einer dialektischen Grundhaltung, wie sie unter anderem aus der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) bekannt ist.
Diese Haltung verbindet zwei gleichwertige Perspektiven: Einerseits die Anerkennung und Validierung von Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen. Andererseits die behutsame Entwicklung von Veränderungsmöglichkeiten.
Eltern sollen sich zunächst verstanden und ernst genommen fühlen. Erst auf dieser Basis kann ein konstruktiver Veränderungsprozess entstehen. Diese Haltung prägt jede Rückmeldung unserer Psycholog*innen.
Emotionale Akzeptanz als Grundlage für Veränderung
Gerade in Familien mit ADHS treten intensive Emotionen häufig und mit hoher Dynamik auf. Wut, Erschöpfung, Hilflosigkeit oder Schuldgefühle können den Alltag stark belasten.
Ein zentraler Bestandteil unseres Konzepts ist es, diese Gefühle zunächst bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen – ohne sie zu bewerten oder sofort verändern zu wollen. Emotionale Akzeptanz schafft inneren Raum, senkt Eskalationen und ermöglicht es, schwierige Situationen überhaupt erst bearbeitbar zu machen.
Situationsanalysen im Familienalltag
Methodisch arbeiten wir mit Situationsanalysen, einer nachgewiesenermaßen wirksamen Technik aus der Verhaltenstherapie. Dabei betrachten die Psycholog*innen gemeinsam mit den Eltern konkrete Alltagssituationen und analysieren unter anderem:
Auslösende Faktoren
Emotionale Reaktionen
Bedürfnisse und Überforderungen
Typische Verhaltensmuster
Auswirkungen auf andere Familienmitglieder
Auf dieser Grundlage werden gemeinsam individuelle und realistische Handlungsmöglichkeiten erarbeitet, die sich am tatsächlichen Familienalltag orientieren.
Beziehungsorientiertes Kontingenzmanagement
Unsere methodische Herangehensweise orientiert sich ausdrücklich nicht an klassischen Belohnung- oder Bestrafungssystemen. Stattdessen liegt der Fokus auf einem beziehungsorientierten Kontingenzmanagement.
Eltern werden dabei unterstützt, verlässlich, kohärent und nachvollziehbar zu handeln. Für Kinder entsteht so ein Gefühl von Sicherheit und Orientierung – eine zentrale Voraussetzung für emotionale Regulation und Veränderung, insbesondere bei ADHS.
Verhaltensänderungen entstehen nicht durch Druck, sondern aus Verständnis für emotionale Zusammenhänge und Beziehungsdynamiken.
Warum asynchrone Begleitung gerade bei ADHS sinnvoll ist
Die Begleitung bei AllyTime erfolgt asynchron über Text- und Sprachnachrichten. Eltern können Situationen genau dann schildern, wenn sie auftreten – nicht erst Tage später.
Die Psycholog*innen geben in der Regel zweimal pro Woche strukturierte Rückmeldungen. Dieser feste Rhythmus verbindet fachliche Qualität mit alltagstauglicher Integration.
Asynchrone Kommunikation ermöglicht:
unmittelbare Entlastung nach belastenden Situationen
authentischere Beschreibungen
weniger Erinnerungsdruck
eine kontinuierliche, aber begrenzte Begleitung
Kompetenzaufbau statt Abhängigkeit
Ein zentrales Ziel von AllyTime ist es, Eltern langfristig zu stärken. Durch wiederholte gemeinsame Situationsanalysen lernen sie, emotionale und verhaltensbezogene Muster zunehmend selbst zu erkennen und einzuordnen.
Die psychologische Begleitung unterstützt diesen Lernprozess, ohne dauerhafte Abhängigkeiten zu schaffen. Die Nutzung der App ist bewusst strukturiert und begrenzt – zugunsten nachhaltiger Selbstwirksamkeit.
Hohe fachliche Qualität und Supervision
Bei AllyTime arbeiten ausschließlich Psychologinnen und Psychologen, die sich in der Aus- oder Weiterbildung zur Psychotherapeutin oder Psychotherapeuten befinden. Sie werden regelmäßig durch einen approbierten Psychotherapeuten mit ADHS-Expertise fortgebildet und kontinuierlich supervisiert.
Das Beratungskonzept basiert auf wissenschaftlich fundierten Methoden und integriert Ansätze aus verschiedenen therapeutischen Schulen.
Was AllyTime ist – und was nicht
Keine Psychotherapie
Keine KI-generierten Antworten
Kein Erziehungsratgeber
Keine Akut- oder Notfallbetreuung
AllyTime ist psychologische Begleitung für den Familienalltag – strukturiert, fundiert und menschlich.